HISTORIE

Einst Moorlandschaft - heute blühendes Gemeinwesen mit leistungsfähiger Wasserversorgung

Noch bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts hinein galt „Bourtanger Moor“ als weltabgeschieden und rückständig. Das Areal in deutsch-niederländischem Grenzgebiet, das seinen Namen der holländischen Befestigungsanlage Bourtange verdankt, war von Torfabbau und kleiner Landwirtschaft geprägt. Abhilfe schuf erst ab Mitte der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts der „Emslandplan“: Fast das gesamte Moor - einstmals eines der größten Westeuropas – wurde entwässert, verkehrsmäßig angebunden und großräumig der Landwirtschaft erschlossen.

Etwa zeitgleich begann auch der Aufbau einer modernen Wasserversorgung, die das trübe, oft modrige Wasser aus den Brunnen der Anwohner ablösen sollte. Am 18. Mai 1954 wurde der Wasserbeschaffungsverband „ Bourtanger Moor“ gegründet, dem vorerst die Gemeinden Dalum und Groß Hesepe angehörten. Zunächst gelangte das Trinkwasser zu den Dorfmittelpunkten; später erfolgten die ersten Hausanschlüsse.

1960 erstreckte sich das Verbandsgebiet bereits auf 23 Gemeinden und die Stadt Haselünne. Nach zehnjähriger Arbeit zählte der Verband schon 6 249 Mitglieder. Rund 7 500 Haushalte waren angeschlossen und 522 Kilometer Rohrleitung verlegt worden.

Bis 1974 hatte der Verband über 40 Millionen Mark in die Wasserversorgung investiert. Das hieß: Erweiterung des Leitungsnetzes mit zahlreichen neuen Hausanschlüssen, Bau von Wasserwerken, Druckerhöhungs- und Pumpstationen, von Speicher- und Förderanlagen, Inbetriebnahme von Versuchsanlagen und auch die Einrichtung eines eigenen Wasserprüfraumes.

NEUE AUFGABEN, NEUER NAME SEIT 1996

1993 begannen z.T. langwierige Verhandlungen. Den Anfang machten die Samtgemeinde Herzlake sowie die Gemeinden Geeste und Twist. 1998 übernahm der Verband auch die Abwasserentsorgung der Stadt Haren.

1996 ging der Verband den Schritt über den bloßen Wasserversorger hinaus zu weiteren Aufgaben: Der neue Name „Trink- und Abwasserverband“ symbolisiert das gewachsene Aufgabenfeld: Die Übernahme auch der Abwasserentsorgung im Verbandsgebiet versprach rationelles Arbeiten und positive Effekte auch für die Kassen der Kommunen und schließlich den Endverbraucher.