Wie wird das Abwasser berechnet?

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AUSZUG AUS DER AEB "§ 19 FESTSETZUNG DER ABWASSERMENGE"

1. Das Entgelt für die Einleitung von Abwasser wird nach der Abwassermenge berechnet, die auf dem Grundstück des Vertragspartners anfällt. Als angefallen gelten

a) die aus der öffentlichen Wasserversorgungseinrichtung entnommenen und durch Messeinrichtungen gemessenen Frischwassermengen,

b) die nachweislich aus Brunnen, Regenwassernutzungsanlagen und anderen Eigengewinnungsanlagen des Vertragspartners entnommenen Wassermengen, die zusätzlich eingeleitet worden sind (Nachweis durch Zuzähler), abzüglich der Wassermengen, die nachweislich nicht in die öffentliche Abwasserbeseitigungseinrichtung eingeleitet worden sind (Nachweis durch Abzähler).

Die Wassermengen sind durch einen amtlich geeichten Wasserzähler nachzuweisen. Ab-/Zuzähler sind einschließlich der Zählereinbaugarnitur beim Verband zu beantragen, da sie wie Hauptzähler der Abrechnung dienen und daher dem Eichgesetz unterliegen.

Der Zählertausch wird vom Verband im Turnus des Hauptzählers zeitgleich durchgeführt.

Die Montage ist auf Kosten des Vertragspartners durch einen vom Verband zugelassenen Installateur oder durch einen Mitarbeiter des Verbandes durchführen zu lassen.

Die Abnahme erfolgt durch Mitarbeiter des Verbandes. Der Verband behält sich vor, jederzeit Stichproben zur Kontrolle durchzuführen.

2. Der Verband ist berechtigt, die Wassermengen zu schätzen, wenn diese auf andere Weise nicht ermittelt werden können. Bei der Schätzung wird davon ausgegangen, dass 40 cbm Abwasser pro Person und Jahr eingeleitet worden sind.

3. Wassermengen, die nachweislich nicht in die öffentliche Abwasserbeseitigungseinrichtung eingeleitet wurden, werden auf Antrag des Vertragspartners bei der Berechnung des Entgeltes für die Einleitung von Abwasser abgesetzt. Die erforderlichen Unterlagen sind auf Verlangen des Verbandes vom Vertragspartner beizufügen.

4. Niederschlagswasser befestigter Grundstücksflächen sowie Dachablaufwasser darf nicht in die öffentliche Abwasserbeseitigungseinrichtung eingeleitet werden. Falls dies in Ausnahmefällen vom Verband genehmigt wird, ist den nach Nr. 1 angesetzten Wassermengen für jeden Quadratmeter befestigte Grundstücksfläche jährlich 0,5 Kubikmeter Abwasser hinzuzurechnen. Befestigte Grundstücksfläche ist der Teil des Grundstücks, auf dem infolge künstlicher Einwirkung Regenwasser nicht oder nur in unbedeutendem Umfang einsickern kann. Bei Dachablaufwasser wird jährlich 0,5 Kubikmeter Abwasser je Quadratmeter der senkrecht herunterprojizierten Dachfläche hinzugerechnet.

Die kompletten AEB für Abwasser finden Sie auch unter "Infocenter/Downloadbereich".

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