Klärschlammvererdung

Seit August 2000 wird der Klärschlamm auf der Kläranlage Twist und seit Juli 2004 auf den Kläranlagen Haren und Holte der Vererdung zugeführt.

Der Klärschlamm ist ein wässriger Stoff mit nur 2 % Feststoffanteil. Ihm wird in Beeten auf natürliche Weise das Wasser entzogen. In den Vererdungsbeeten verbleibt ein Feststoffanteil, der durch biologischen Ab- und Umbau in der Menge deutlich reduziert und in der Qualität verbessert wird.

Nach etwa 6 bis 8 Jahren ist das Fassungsvermögen der Beete erreicht, die gefüllten Schilfbeete werden geräumt und der Funktionskreislauf beginnt erneut, da die Wurzeln des Schilfes neu austreiben.

VERWERTUNG DER KLÄRSCHLAMMERDE

Im Gegensatz zu anderen Verfahren sind die Verwertungsmöglichkeiten von Klärschlammerde vielfältig und reichen von der Ausbringung in der Landwirtschaft über den Einsatz als Pflanzensubstrat im Garten- und Landschaftsbau oder bei Rekultivierungen bis hin zur thermischen Verwertung. Dadurch gewinnt der TAV "Bourtanger Moor" Entscheidungsfreiheit bei der Verwertung und höhere Flexibilität beim Reagieren auf künftige politische Rahmenbedingungen.

VORTEILE DER KLÄRSCHLAMMVERERDUNG

Diese Form der Klärschlammbehandlung unterscheidet sich positiv von herkömmlichen Verfahren durch wirtschaftliche und ökologische Vorteile: das konstenintensive Pressen des Schlammes und der Einsatz von Chemie entfallen. Unsere Klärschlammvererdungsanlagen arbeiten auf natürliche Weise, garantieren jahrzehntelange Lebensdauer und höchste Effektivität.