Tag des Wassers 2020

23. März 2020

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Motto: "Wasser und Klimawandel"

Den Weltwassertag gibt es bereits seit 1993. Ins Leben gerufen wurde er während der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) im Dezember 1992. Als jährlich stattfindender Aktionstag soll er über das Thema Wasser informieren. Ziel ist eine bewusste Auseinandersetzung mit der wichtigsten Ressource der Menschheit. Der 22. März 2020 als internationaler Tag des Wassers stand in diesem Jahr unter dem Motto „Wasser und Klimawandel“.


Die Folgen des Klimawandels sind im Bereich „Wasser“ deutlich spürbar. Die Wasserknappheit macht sich mittlerweile auch in Deutschland bemerkbar. In den letzten Jahren wurden Rekordtemperaturen erzielt, hierdurch stieg der Wasserverbrauch deutlich an.

Die drei Wasserwerke des TAV „Bourtanger Moor“ liefen 2018 und 2019 zu Spitzenzeiten auf Hochtouren. Das Wasserwerk Varloh pumpte z. B. im letzten Sommer bis zu 900 m³ Trinkwasser pro Stunde in das Versorgungsnetz. Im Jahresdurchschnitt sind es rd. 350 m³ pro Stunde.

Bei den hochsommerlichen Temperaturen wird häufig Trinkwasser genutzt, um Pools zu füllen und Gärten oder Grünanlagen zu bewässern. Dafür sind die Wasserwerke jedoch nicht ausgelegt. Die Wasserversorger stoßen bei derartigen Wetterlagen mit der Trinkwasseraufbereitung an ihre Grenzen. Im Regelfall werden die Reinwasserbehälter über Nacht aufgefüllt, so dass am nächsten Tag eine Reserve für größere Abnahmen zur Verfügung steht. Da der Trinkwasserverbrauch an heißen Tagen bis in die Nachtstunden hinein extrem hoch ist, kommt der TAV „Bourtanger Moor“ hier mit der Aufbereitung kaum nach. Die Leistungskapazitäten der Anlagen werden voll ausgeschöpft und es wird zunehmend schwieriger, die Wasserrechte, die die maximalen Aufbereitungsmengen definieren, einzuhalten.

Die Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser zu jeder Zeit und der hohe Standard der deutschen Abwasserbeseitigung sind die Lebensgrundlage unserer heutigen Gesellschaft, aber auch Standortfaktor für unsere Kommunen und das ganze Land. Die aktuelle Situation durch die Ausbreitung des Coronavirus macht deutlich, wie wertvoll die in Deutschland funktionierende Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur und Daseinsvorsorge sind.