Weltwassertag am 22.03.2011

zurück

Der Tag des Wassers geht auf eine Resolution der Vereinten Nationen vom 22. Dezember 1992 zurück und steht im Einklang mit den Empfehlungen der Agenda 21 zu den Süßwasserressourcen.

Die Resolution fordert alle Staaten auf, im Rahmen des Weltwassertages konkrete Aktivitäten zu ergreifen, um die Öffentlichkeit auf den Wert des Wassers aufmerksam zu machen. Er wird jedes Jahr am 22. März begangen.

In diesem Jahr steht der Tag des Wassers (22. März) unter dem Motto "Water for Cities - Responding to the Urban Challenge" - "Wasser für die Städte: Antwort auf urbane Herausforderungen". Der Tag des Wassers 2011 will daran erinnern, dass sowohl die rasch zunehmende Urbanisierung in den Schwellen- und Entwicklungsländern als auch die Belastung urbaner Regionen bei uns große Herausforderungen an ein Leben an den Gewässern darstellen.

Sauberes Wasser ist eine Grundvoraussetzung für die Gesundheit und Entwicklung der Menschen. Flüsse und andere Gewässer werden weltweit als natürliche Entwässerungskanäle benutzt, was eine schwerwiegende Bedrohung der öffentlichen Gesundheit für Anwohner und Nutzer darstellt. Da Flüsse - vor allem in urbanen Ballungsgebieten - sowohl zum Baden und Waschen als auch zur Trinkwasserentnahme dienen, schließt sich hier ein verhängnisvoller und lebensbedrohlicher Kreislauf.

Doch auch in Europa gilt es, sich mit den Gewässern in urbanen Bereichen zu beschäftigen. Denn hier steht oft die Attraktivität für Gemeinden und Bauherren, Baugebiete in unmittelbarer Nähe zu den Gewässern auszuweisen bzw. zu bewohnen, in unmittelbarem Konflikt mit dem Verhalten des Gewässers bei Starkregenereignissen. Hochwasserangepasstes Planen und Bauen stellen hier zukünftig einen wichtigen Aspekt urbaner Siedlungsplanung dar.

Das erste Mal in der Geschichte der Menschheit leben heute mehr Einwohner auf unserem Planeten in der Stadt als auf dem Land, derzeit sind es 3,3 Milliarden Menschen. Und das Wachstum nimmt immer weiter zu, vor allem in den Slums der Megacities weltweit.

Die dort vorhandene hohe Bevölkerungskonzentration führt zu einer Reihe von Problemen, vor allem in den Bereichen Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung. Verschmutztes Trinkwasser und schlechte Wasserqualität aufgrund kommunaler und industrieller Abwassereinleitungen sind die Ursache für viele Krankheiten.